Erste Experimente - Lernen mit allen Sinnen
Experimente Vormittag für SchülerInnen der Schule des Lebens Waldviertel
LERNEN MIT ALLEN SINNEN
Sarah Ahmadi-Erber
6/15/20263 min read


Forschen auf dem Backblech: 6 spannende Experimente für kleine und große Entdecker
Ein ganz normales Backblech oder ein großes Tablett – mehr braucht es oft nicht, um ein sprudelndes, buntes Forschungslabor einzurichten. Ich habe genau das getan und mit den SchülerInnen der Schule des Lebens Waldviertel am 12.Juni eine Reihe von Experimenten durchgeführt. Das Ergebnis? Ein ereignisreicher, erkenntnisreicher Vormittag voller staunender Gesichter und neugieriger Fragen!
Hier sind sechs geniale Backblech-Experimente, die unsere Forscher absolut begeistert haben:
1. Sonnendruck: Die unsichtbare Kraft der UV-Strahlung
Wie stark ist die Sonne wirklich? Für dieses Experiment haben wir farbiges Tonpapier mit verschiedenen Formen (Blättern, Steinen und Spielfiguren) belegt und auf das Tablett in die pralle Sonne gestellt. Nach einigen Stunden die Überraschung: Das Papier rundherum war durch die UV-Strahlung ausgebleicht, während unter den Gegenständen die kräftige Originalfarbe erhalten blieb. Ein toller, visueller Beweis für die Kraft des Sonnenlichts!
2. Sprudelnde Steine: Dem Kalk auf der Spur
Ausgerüstet mit einer Pipette und etwas Zitronensaft ging es auf geologische Spurensuche. Die Kinder träufelten den Saft auf verschiedene gesammelte Steine, um deren Kalkgehalt zu prüfen. Sobald die Säure auf kalkhaltiges Gestein traf, fing es wild an zu schäumen und zu zischen. Wir lernten: Hier steigt gerade Kohlendioxid-Gas (CO2) auf. Ein echtes Highlight mit Sofort-Effekt!
3. Kalkauflösung im Essigbad
Passend zum Steine-Experiment haben wirgekochte Eier in Essig gelegt. Auch hier passierte Chemisches: Die Säure greift die kalkhaltige Eierschale an, und überall bildeten sich kleine Bläschen – wieder entwich Kohlendioxid. Nach ein paar Minuten war die harte Schale aufgeraut, das wir anschließend mit Lebensmittelfarben gefärbt haben. Natürlich durften die Eier bei der Jause verzehrt werden.
4. Eiskugel-Vulkane: Farbenfrohe Eruptionen
Für dieses eisige Spektakel war etwas Vorbereitung nötig: vorab Luftballons mit Wasser gefüllt und bevor die Kugeln ganz durchfrieren, den Luftballon entfernen, ein Loch in die Kugel machen und noch nicht gefrorenes Wasser ableeren. Anschließend die Kugel mit Loch wieder einfrieren. Am nächsten Tag landeten die Eiskugeln auf dem Backblech, und die Kinder durften sie mit einem bunten Natron-Wasser Gemisch befüllen. Nach der Zugabe von Essig entstanden wunderschöne, farbintensive Eis-Vulkane.
5. Eiswürfel fischen: Das Geduldspiel
Kann man einen Eiswürfel mit einem einfachen Faden aus dem Wasser fischen, ohne ihn festzuknoten? Ja, mit einem physikalischen Trick! Der Faden wird auf den Eiswürfel gelegt und mit einer Prise Salz bestreut. Das Salz schmilzt das Eis kurz an, das Schmelzwasser kühlt sofort wieder ab und friert den Faden ein. Nach kurzem Warten konnten die Kinder die Eiswürfel wie echte Angler aus dem Wasser ziehen.
6. Marmoriertes Papier
Zum Abschluss wurde es kreativ. Hierfür wurde eine Stärkelösung hergestellt und Acrylfarbe darauf getropft. Mit Zahnstochern zogen die SchülerInnen wilde Muster und fingen diese, mit Alaun vorbehandeltem Papier, auf- und fertig war ein wunderschön marmoriertes Kunstwerk.
Mein Fazit: Lernen mit allen Sinnen
Dieser Experimentiertag hat wieder einmal gezeigt, wie intensiv junge Menschen lernen, wenn sie Dinge selbst ausprobieren, anfassen und beobachten dürfen. Die Stimmung war durchgehend von einer tiefen Neugier und Begeisterung geprägt. Jedes Zischen, jede Farbveränderung und jeder schmelzende Eiswürfel war ein echtes Erfolgserlebnis, das den Forschergeist geweckt hat. Nachmachen dringend empfohlen
Genauere Beschreibungen der Experimente und noch mehr Ideen unter "1 Backbleck - 25 Experimente" von Liz Lee Heinecke








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